7. Rang in Doha für Evelyne Tschopp.

Das im Dezember wegen Corona verschobene Masters der weltbesten Judokas fand letzte Woche unter umfangreichen Sicherheits-Massnahmen in Qatar statt.

Nach einer Durststrecke an den letzten beiden internationalen Gross-Turnieren des letzten Jahres wollte die Baselbieterin in Doha ihr Können unter Beweis stellen, dies vor allem im Hinblick auf die olympischen Spiele, die – sofern Corona (bzw. die Behörden mit ihren Vorschriften) es zulässt – diesen Sommer in Tokyo stattfinden sollen. Tschopp muss ja wegen der Verschiebung der Spiele um ein  Jahr erneut um ihre Qualifikation kämpfen, die im Frühling vor dem Pandemieausbruch schon beinahe  in trockenen Tüchern war. Das Punkterennen geht also weiter.

Dieses Mal gab es kein Freilos für die Schweizerin und die erste Runde begann mit dem Kampf gegen die Südkoreanerin Bokyeong Jeong, die Olympia-Silbermedaillengewinnerin in Rio 2016, damals in der Kategorie bis 48 kg. Gegen diese Topathletin hatte Tschopp ihre bisherigen beiden Kämpfe verloren. Evelyne Tschopp kämpfte sehr konzentriert und geschickt. Sie bot der Asiatin wenig Angriffsmöglichkeiten und konnte ihrerseits im Verlauf des von ihr dominierten Kampfes die Gegnerin zu Boden bringen und sie in einen Festhaltegriff nehmen. Die Gegnerin schaffte es nicht, sich zu befreien und Tschopp kam zu ihrem ersten Sieg mit Ippon. Mit einem guten Gefühl konnte Tschopp den nächsten, nicht einfacheren Kampf vorbereiten.

Auch in der zweiten Runde gegen die Spanierin Ana Perez Box lief es gut für die Baselbieterin. Tschopp konnte erneut mit einem Wazaari in Führung gehen und am Boden den Kampf 5 Sekunden vor Schluss mit einem Hebelgriff beenden. Perez Box, die Nummer 7 der aktuellen Weltrangliste bis 52 kg musste abklopfen, d.h. den Kampf aufgeben. Bei einer Aktion im Stand verletzte sich Evelyne Tschopp aber am Brustkorb und hatte sichtlich Schmerzen an den Rippen.

Im Viertelfinale stand der angeschlagenen Schweizer Judoka dann Majlinda Kelmendi gegenüber. Die amtierende kosovarische Olympiasiegerin lässt sich nicht oft an Turnieren blicken und Tschopp war durch die Verletzung natürlich nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Ein Kämpfen auf Augenhöhe war nicht möglich. Tschopp musste sich geschlagen geben. Ihre sehr gute Leistung an diesen Masters wurde nicht von Erfolg gekrönt und sie wurde durch ihr Handicap absolut unter ihrem Wert geschlagen.

Ihre Chance auf eine Bronzemedaille konnte Tschopp nicht mehr wahrnehmen. Sie konnte den Kampf auf Anraten des Turnierarztes nicht aufnehmen und musste gegen die Ungarin Reka Pupp Forfait geben. Damit beendete sie das Turnier auf dem guten, aber nicht den anfangs gezeigten Leistungen entsprechendem siebten Rang.

Ohne Verletzung wäre hier an diesem Tag aber sicher mehr drin gelegen. Weitere medizinische Abklärungen in der Schweiz folgen.

Bericht: Brigitta Pflugshaupt, Judo beider Basel

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