Nach einer zweimonatigen Durststrecke Bronzemedaille in Australien

Nach dem Ausscheiden im ersten Kampf in Tashkent erging es der Muttenzer Judo-Kämpferin Evelyne Tschopp am Grand Slam von Brasilia nicht besser. Die als Nummer drei gesetzte Schweizerin verlor nach einem Freilos den ersten Kampf gegen die Einheimische Larissa Pimenta mit zwei Wazaari und schied vorzeitig aus.

Den Grand Slam von Abu Dhabi liess Tschopp aus und reiste am vergangenen Wochenende stattdessen nach Perth ans Oceania Open.

Die Nummer zehn der Welt bekam auch in Australien in der ersten Runde ein Freilos. Den ersten Kampf in Runde 2 bestritt die Baselbieterin gegen die Thailänderin Kachkorn Warasiha. Ein tief angesetzter Wurf brachte ihr nach etwas mehr als der halben Kampfzeit den vorzeitigen Ippon-Sieg. Im Viertelfinale stand Tschopp die Polin Karolina Pienkowska gegenüber. Dieser Kampf verlief ziemlich ausgeglichen. Tschopp musste sogar einen Shido (Verwarnung) wegen Passivität einstecken. Dann gelang ihr jedoch eine Würgetechnik, welche die Osteuropäerin zur Aufgabe zwang. Mit zwei Ippon-Siegen ging’s ins Halbfinale. Gegnerin war dieses Mal die Spanierin Ana Perez Box, keine unbekannte Gegnerin. Gleich beim ersten Angriff erwischte die Südländerin Evelyne Tschopp mit ihrem tiefen Schulterwurf; damit war leider der Finaltraum ausgeträumt.

In der Hoffnungsrunde kam Tschopp als Halfinalistin direkt in den Kampf um die Bronzemedaille gegen die Türkin Irem Korkmaz. Diese ging von Anfang an richtig zur Sache und es kam zu einem regelrechten Schlagabtausch. Als Tschopp dann einen Angriff von Korkmaz kontern wollte, tauchte diese mit dem Kopf unten durch weg, was nicht erlaubt ist. Die Strafe in Form eines Hansokumake (Disqualifikation) folgte für die Türkin auf dem Fuss und Evelyne Tschopp konnte ihre Rückkehr auf das Podest mit der Bronze-Medaille feiern. Dieser dritte Rang brachte ihr auch wichtige Punkte auf ihr Weltranglisten-Konto. Sie rückt damit ihrem vorläufigen Ziel näher, bei Olympia zu den gesetzten Kämpferinnen zu gehören und damit nicht schon in den ersten Runden auf die Favoritinnen zu treffen, wie es in Rio geschehen war.

Nun folgt für die Baselbieterin ein zweiwöchiges Trainingslager in Japan und dann steht noch als letztes grosses Turnier in diesem Jahr das Masters der sechzehn besten Kämpferinnen der Weltrangliste auf dem Programm. Es findet im Dezember in Quindao in China statt. Danach geht es erst einmal in die verdienten Ferien – Regeneration ist auch wichtig -, bevor mit dem neuen Jahr die letzten fünf Monate Qualifikationsphase vor Olympia 2020 in Tokyo in Angriff genommen werden können.

Bericht: Brigitta Pflugshaupt, Pressedienst JJJC Pratteln

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